Zeidlerverein für  Nürnberg und Umgegend e.V.

gegr.  1861

Ansprechpartner:

Franz Mages, 1. Vorsitzender

Hartstraße 5a

90475 Nürnberg

Mail: F.Mages

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Am 30.9.2006 gab es in Nürnberg eine Demo gegen den Anbau genveränderter Pflanzen. Bei dieser Veranstaltung trat auch eine Biene auf, die ihr Anliegen vortrug.

Unser Vorsitzender, Franz Mages, lieh der Biene seine Stimme.

Nachfolgend wiederholen wir, was die Biene uns zu sagen hatte:

Ich möchte nicht als Imker zu Ihnen sprechen, sondern einfach nur die Biene zu Wort kommen lassen und die würde Ihnen sagen:

 Mich gibt es schon seit 60 Millionen Jahre, so wie ich heute aussehe und rechnet Ihr meine Entwicklungsgeschichte dazu sind es über 100 Millionen Jahre. Und euch Menschen gibt es erst seit wenigen hunderttausend Jahre.

Ich habe vieles erlebt. Ich habe vieles kommen und auch verschwinden sehen.

Wir haben überlebt, weil wir uns entwickelt haben im Einklang mit den Pflanzen und den anderen Tieren, v.a. mit den anderen Insekten.

Uns brauchen 80 % aller Blütenpflanzen, damit wir ihren Blütenstaub weiter tragen. Und die Pflanzen wissen das, ihr Blütenstaub ist so für unsere Aufgabe entwickelt. Wenn wir ihn nicht mehr weiter tragen, werden die Früchte halt kleiner, unansehnlicher, schlechter haltbar, faulen leichter, schmecken Euch Menschen nicht mehr- aber das merkt Ihr ja kaum noch mit Eurem Geschmack nach EU- Norm und nach dem Willen der chemischen Industrie geprägt.-

Aber was schlimm ist, wenn wir unseren ökologischen Auftrag nicht mehr erfüllen können, dann keimen die Samen immer schlechter und irgendwann verschwinden die Pflanzen.

Und was noch schlimmer ist: Mein Auftrag als Biene ist eben, den Blütenstaub weiter zu tragen. Und wir tragen auch den genmanipulierten Blütenstaub weiter, weil wir ihn nicht unterscheiden können. Auch ihr könnt ihn auch nicht unterscheiden ohne Eure Untersuchungstechniken, die auch nur von ganz wenigen beherrscht werden. Und dann verändern sich die anderen Pflanzen und haben das in sich, was seit Millionen Jahren nicht gelungen ist, dass tierisches Erbgut im pflanzlichen Erbgut auftaucht.

Ihr könnt auch sagen: Und Gott sah, dass das so gut war!

Und wer von Euch will dann noch Honig essen, in dem dieser genmanipulierte Pollen enthalten ist? Keiner!

Und dann wird es mich, die  Honigbiene kaum noch geben, weil es keine Menschen gibt, die mich mehr fürsorglich betreuen. Und dann! Einstein hat es Euch doch gesagt: Wenn ich nicht mehr bin, dann wird es Euch auch nicht mehr geben!

Ich habe in meiner Geschichte schon viele kommen und gehen sehen. Ich prophezeie Euch: Ich werde Euch überleben, wenn Ihr nicht umdenkt, wenn Ihr nicht akzeptiert, dass unser Ökosystem so wunderbar vielfältig ist, dass es für alles und alle etwas in unserer Natur gibt. Das solltet Ihr suchen und nicht das versuchen und Euch einbilden zu beherrschen, was die Natur in ihrer Entwicklungsgeschichte nie gewollt hat, Erbanlagen zu vermischen, die nicht zusammen gehören. Wenn Ihr das zulasst, werdet Ihr vor die Hunde gehen, wenige werden reich, und die wenigen werden Macht über Euch haben und Euch zum Spielball Ihrer Interessen machen.

Also wehrt Euch, schätzt das und  erhaltet das, was in Millionen Jahren geworden ist und werft nicht Euch und mich zum Fraße von egoistischen Wissenschaftlern und deren Geldgebern vor und glaubt nicht den Politikern, die sich auf diese Geldgeber und ihren Helfern berufen. Dann helfe ich Euch weiter, unsere gemeinsame Umwelt artenreich zu erhalten. Eure Honigbiene

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Zeidlerverein für Nürnberg und Umgegend e.V., erstellt: April 2004, Dez.2004, Dez 2005, Januar 2007