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Bericht über die
Feier des des Zeidlervereins für Nürnberg und Umgegend e.V. anlässlich seines 150- jährigen Bestehens
am Samstag, den 21. Januar 2012, 17.00 Uhr in Nürnberg
Unser Jubiläum feierten wir in Nürnberg im Heidekrug.
Herr Mages hatte das nachstehende Programm ausgearbeitet und schriftliche Einladungen verschickt. Etwa 120 Mitglieder und Gäste folgten der Einladung.
Der Höhepunkt des Abends war ein Festvortrag von Herrn Prof. Münstedt von der Universität Gießen über
Anerkannte medizinische Heilwerte von Bienenprodukten
mit Schwerpunkt Honig.
Nach einem musikalischen Auftakt durch Mitglieder der Musikschule Nürnberg und der Begrüßung sprachen die Ehrengäste
Grußworte zu uns:
- Herr Stadtrat Lunz als Vertreter des Oberbürgermeisters,
- Herr Dr. Kutscher von den bayerischen Staatsforsten,
- Frau Dr. Schaper als Vertreterin des Fachbereichs Bienen.
Ein weiterer Programmpunkt waren Ehrungen:
- Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden die Herren Wolf und Oelschlegel ausgezeichnet.
- Für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielt Herr Braun eine Auszeichnung und wurde wegen langjähriger Treue zum Zeidlerverein
Ehrenmitglied.
- Ebenfalls Ehrenmitglied wurde Frau Dr. Schaper, die unseren Verein jahrelang vom Fachzentrum Bienen aus betreute und häufig zu
Vorträgen zur Verfügung stand. Frau Dr. Schaper revanchierte sich, indem sie dem Zeidlerverein einen Vortrag für sein zukünftiges Programm schenkte.
- Als Initiator des Bienenstandes auf dem Erfahrungsfeld der Sinne erhielt Herr Dr. Barz von uns einen Ehrenteller. Einen weiteren
Ehrenteller bekam Frau Brünesholz als Anerkennung für die Fortführung des Standes auf dem Erfahrungsfeld.
Bevor für alle Besucher das Abendessen serviert wurde gab Herr Hahn einen kurzen Rückblick auf die vergangenen 150 Jahre des
Zeidlervereins (s. Präsentation).
Nach den Essen mit der Gelegenheit sich bei Gesprächen gegenseitig kennen zu lernen hielt Herr Prof. Münstedt seinen
Fachvortrag.
Ausführlich stellte er durch Studien belegte Heilverfahren mit Honig dar unter dem Motto:
Honig hilft Altes Wissen und neue Forschungsergebnisse
Gute Ergebnisse wurden vor allem bei der Behandlung von Wunden, Verbrennungen, nach chirurgischen Eingriffen und den Folgen
einer Strahlentherapie erzielt. Eine Besonderheit des Honigs besteht darin, dass er einerseits wirksam Bakterien bekämpft, andererseits können Bakterien nicht gegen Honig resistent werden.
Bei weiteren Leiden wie z.B. Herpes, Magenerkrankungen, Schuppenflechte u.a. gibt es auch gute Ergebnisse – sie müssen aber noch
durch weitere Studien besser belegt werden.
Ein Problem einer Honigtherapie ist die unterschiedliche Zusammensetzung und damit Wirksamkeit einzelner Honigsorten.
Dadurch sind einem Arzt weitgehend die Hände gebunden. Ein Arzt darf nur durch Behörden zugelassene, standardisierte Heilmittel verschreiben.
Diese Bedingung erfüllt bisher nur ein Neuseeländischer Teebaum-(Manuka-)Honig. Er wird zudem bestrahlt, damit er garantiert
keine Erreger des gefährlichen Botulismus enthält. Dieser Honig ist aber extrem teuer.
Andererseits ermunterte uns Prof. Münstedt. Wenn auch ein Arzt uns nur eingeschränkt Honig verordnen kann, so sollen wir bei
Eigentherapie bedenkenlos zu unseren eigenen Honigen greifen.
Eine häufig empfohlene Vorbeugung gegen Heuschnupfen durch Honig sah er kritischer. Heuschnupfen wird durch Pollen von
Windblütlern ausgelöst; im Honig finden sich aber meist nur Pollen von Insektenblütlern. Eventuell müsste man Honig mit Windblütler-Pollen anreichern.
Abschließen ging Prof. Münstedt auch noch auf weitere Bienenprodukte ein, wie Bienengift zur Behandlung von Arthritis und
Nervenrheuma, sowie Propolis. Bei Propolis äußerte er Vorbehalte, da es hier keine einheitliche Zusammensetzung gibt.
Nach einer Diskussion, auf der Prof. Münstedt noch Fragen aus dem Publikum beantwortete, war die interessante
Jubiläumsveranstaltung beendet.
Erlangen, Januar 2012
Peter Hahn -Schriftführer-
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